29.10.2018

Finanzierung der freien Kultur in Dortmund

Jörder, Birgit
Birgit JörderBürgermeisterin

Die Verantwortlichen der freien Kulturszene sind an die Kommunalpolitik herangetreten, um eine angemessene Erhöhung ihrer Zuschüsse zu erreichen.

Vorausgegangen war eine breite Diskussion im Kreis aller freien Kulturschaffenden unserer Stadt mit Vertreterinnen und Vertretern der örtlichen Kulturpolitik, in dem Wünsche, Ziele und Erwartungen für die Zukunft formuliert wurden. Anlass für diese vom Kulturbüro organisierten Workshops war der Beschluss des Rates, der auf Antrag der SPD-Fraktion den Fördertopf für die freie Kulturarbeit um 250.000 Euro ab diesem Jahr angehoben hat.

Klar wurde an vielen Beispielen, dass mit dem bisherigen Förderkonzept, das oftmals lediglich eine Projektförderung beinhaltet, keine auskömmlichen Arbeitsverhältnisse mit entsprechenden Sozialleistungen möglich sind.

„Deshalb und weil darüber hinaus die Planungssicherheit erhöht werden muss, um weiterhin eine hochwertige Angebotspalette vorzuhalten, aber auch eine größere Flexibilität zu erreichen, muss der Spielraum für unsere freie Kulturszene erweitert werden“ zeigt sich Bürgermeisterin und Kulturausschussvorsitzende Birgit Jörder von der Notwendigkeit, die Mittel bedarfsgerecht anzupassen, überzeugt.

„Die freie Kulturszene hat sich seit 30 Jahren in Dortmund mehr als etabliert und darf nicht weiter in „unbedeutende“ Nischen gesteckt werden, wie es oft von Förderern der sog. etablierten Kultur versucht wird“ stellt sich auch SPD-Fraktionsvorsitzender Norbert Schilff eindeutig hinter ihre Wünsche.

Die freie Szene erreicht mit jährlich 300.000 Besucherinnen und Besuchern einen Spitzenwert, den die SPD-Fraktion bei den anstehenden Haushaltsberatungen würdigen und damit auch die Kulturmacherinnen und Kulturmacher entsprechend wertschätzen möchte.
Der Antrag für eine bedarfsgerechte Finanzierung und die Erhöhung der Mittel wird von der SPD-Fraktion nach Kräften unterstützt.