19.01.2017

Gesundheit, Wohnen und Pflege sind wichtige Aufgaben im Portfolio der städtischen Unternehmen

Neumann-Lieven, Carla
Carla Neumann-Lieven

Mit den Unternehmensstrategien von drei städtischen Unternehmen hat sich die SPD-Ratsfraktion auf ihrer diesjährigen Klausurtagung in Meschede befasst. So konnte die Geschäftsführung des Klinikums Dortmund den Sozialdemokraten einen Wachstumstrend und eine deutliche Stabilisierung der Jahresergebnisse seit 2012 für ihr Unternehmen vorweisen. Der Umsatz des Klinikums konnte in diesen Jahren um fast 20% gesteigert werden, das Jahresergebnis betrug 2015 über 7 Mio.€ Gewinn. Mit diesen Überschüssen wird das Klinikum in die Lage versetzt, weitere Investitionen in Gebäude und Medizintechnik zu tätigen. Geplant sind z.B. weitere Stationsneubauten in Nord und Mitte, eine neue Energiezentrale in Mitte und langfristig der Bau einer neuen Kinderklinik. Offen bleibt die Zukunft der Schule für Gesundheitsberufe, die bislang im Gebäude des Gesundheitsamtes untergebracht ist. Durch den geplanten Umzug des Gesundheitsamtes an den Hohen Wall ist der zukünftige Standort für diese Schule zunächst noch offen. Die Geschäftsleitung des Klinikums befindet sich in Verhandlungen mit der Verwaltung, um eine geeignete Lösung zu finden. Erfreulich sind die Ergebnisse der Tarifverhandlungen für die Beschäftigten der ServiceDO.

„Es war richtig, dass Klinikum nicht zu privatisieren und als Krankenhaus der Maximalversorgung in kommunaler Hand zu erhalten. Unser Vertrauen in das Klinikum und seine über 4.000 Beschäftigten hat sich mehr als ausgezahlt. Die Leistungsausweitungen des Klinikums tragen dem Gesundheitsstandort Dortmund weit über die Region hinaus Rechnung“, lobt die stv. Fraktionsvorsitzende und stv. Aufsichtsratsvorsitzende des Klinikums, SPD-Ratsmitglied Ulrike Matzanke, den Wachstumstrend des Klinikums.

Die DOGEWO21 ist ein unverzichtbarer Bestandteil des Dortmunder Wohnungsmarktes. Davon konnten sich die Mitglieder der SPD-Ratsfraktion erneut überzeugen. Das Wohnungsunternehmen weist einen Minimalleerstand von ca. 0,85% aus. Seit 15 Jahren hat die DOGEWO21 insgesamt rund 550 Mio.€ in den Wohnungsbestand investiert und weist seit 2005 wieder Jahresüberschüssen aus. Die Herausforderungen bei der Integration von Flüchtlingen in die Wohnquartiere nimmt die DOGEWO21 aktiv an.

Der demogarfische Wandel und die Barrierefreiheit von Wohnraum bleiben wichtige Themen bei dem städtischen Wohnungsunternehmen. Bei den Teuerungsraten hinsichtlich von Wohnungsneubauten (seit 2000 ca. 42%) ergeben sich auch für ein gut aufgestelltes Wohnungsunternehmen wie die DOGEWO21 besondere Herausforderungen.

„Dortmund wächst und es wird dringend Wohnraum gebraucht. Wir möchten gerne gemeinsam mit dem städtischen Wohnungsunternehmen eigene Beiträge für zusätzlichen Wohnraum dazu erbringen. Deshalb erwarten wir von DOGEWO21 und Verwaltung ein kurzfristiges Umsetzungskonzept, wie mit der vorhandenen Stadtentwicklungsgesellschaft neuer Wohnraum geschaffen wird“, fordert die wohnungspolitische Sprecherin der SPD-Ratsfraktion und Aufsichtsratsvorsitzende der DOGEWO21, Carla Neumann-Lieven, zusätzliche Wohneinheiten für Dortmund ein.

Die Städtische Seniorenheim gGmbH (SHDO) ist mit neun Häusern und mehreren Angeboten für Servicewohnen gut im Stadtbild vorhanden. Die neue Pflegegesetzgebung in Bund und Land stellt Anbieter von stationären Pflegeplätzen jedoch vor enorme Herausforderungen. Die Zielsetzung der Gesetzgeber „ambulant vor stationär“ ist sicherlich sehr wünschenswert, hat aber maßgeblichen Einfluss auf die Unternehmensstrategie der SHDO.

„Wir verfügen mit der SHDO über eine gut aufgestellte Stadttochter und einen vorbildlichen Arbeitgeber. Wir begrüßen es, wenn die städtischen Seniorenheime neue Betreuungs- und Pflegeformen entwickeln und noch stärker in die Quartiere wirken. Die SPD-Ratsfraktion wird auch zukünftig Wert darauf legen, dass dem Fachkräftemangel in der Pflege entgegen gewirkt wird“, so die stv. Fraktionsvorsitzende und Aufsichtsratsvorsitzende der SHDO, SPD-Ratsmitglied Renate Weyer.