14.06.2017

SPD-Fraktion begrüßt Vorstoß der Verwaltung zur Dachbegrünung

Berndsen, Hendrik
Hendrik Berndsenstellv. Fraktionsvorsitzender

Mit Freude nimmt Hendrik Berndsen, baupolitischer Sprecher der SPD-Ratsfraktion Dortmund, zur Kenntnis, dass die Verwaltung einen Antrag der SPD-Fraktion aus dem Ausschuss für Bauen, Verkehr und Grün (ABVG) abgearbeitet hat und nun Vorschläge für eine Intensivierung der Dachbegrünung in Dortmund machen wird.

„Die Themen Klima, Grün und Wasser haben für die Siedlungs- und Freiraumentwicklung in Dortmund eine besondere Bedeutung“, so Berndsen. „Eine ausgeweitete Begrünung von Flachdächern und flach geneigten Dächern in Dortmund kann einen signifikanten Beitrag zur Nachhaltigkeit in dieser Thematik leisten. Deshalb hat die SPD-Fraktion im November 2016 im ABVG die Verwaltung beauftragt, die Auswirkungen von Dachbegrünungen auf die Bereiche Umwelt, Stadtklima und Regenrückhaltung sowie die damit verbundenen Kosten aufzuzeigen.“

Die zunehmende Versiegelung von Flächen innerhalb der Stadt und eine stetig anwachsende Abwärme durch Wohnraumheizung, Industrie und Verkehr haben zu einer immer weiter voranschreitenden Aufheizung des Stadtklimas beigetragen. Es entstehen innerstädtische Bereiche, in denen die Temperaturunterschiede gegenüber der städtischen Peripherie im Sommer bis zu 10°C betragen können. Generell gilt: Grünflächen und Parks können einen Großteil (bis zu 80 %) der eingestrahlten Energie wieder ausgleichen, wenn sie sich in unmittelbarer Nähe der Verdichtungsräume befinden. „In den dicht besiedelten Bereichen Dortmunds sind freie Grünflächen aber häufig überhaupt nicht vorhanden. Die Dachbegrünung bietet hier eine gute Kompensation für Freiflächen, die durch Wohnungsbau oder Infrastrukturmaßnahmen verloren gegangen sind. Eine Dachbegrünung kann die Situation und das innerstädtische Klima in diesen Bereichen deutlich verbessern und gerade die heiße und trockene Sommerluft merklich abkühlen und anfeuchten“, erklärt Hendrik Berndsen, stellvertretender Vorsitzender des Bauausschusses, zur Thematik.

Gerade in Hochwassergebieten kann eine Ausweitung der Dachbegrünung auch einen wertvollen Beitrag zum Schutz der Bevölkerung leisten. Ein großer Teil des Wassers wird bei begrünten Dächern verdunsten und so dem natürlichen Wasserkreislauf wieder zugeführt. Das restliche Wasser wird langsam in die dann entlasteten Kanalsysteme abgeleitet. Im Rahmen der Abwassergebühren wird eine Dachbegrünung deswegen in Dortmund bereits jetzt als Maßnahme zur Wasserreduktion anerkannt und die Gebühren sinken im Falle einer Dachbegrünung. „Durch verschiedene Hochwasser- und extreme Wetterereignisse in den vergangenen Jahren, die teilweise massive Schäden und Kosten mit sich brachten, ist der Schutz der Dortmunder Bevölkerung vor zukünftigen Ereignissen von großer Bedeutung“, ergänzt Hendrik Berndsen. „Neben den bereits angelaufenen Maßnahmen, wie dem Ausbau von Regenrückhaltebecken, benötigen wir in Dortmund noch weitere Instrumente zur Stärkung des natürlichen Wasserkreiskaufs. Gerade in dicht bebauten Bereichen der Stadt. Die Dachbegrünung ist dort, wo der notwendige Raum in der Fläche nicht zur Verfügung steht, ein zentrales, wenn nicht sogar das einzige, Element, beide Ziele, die Begünstigung des innerstädtischen Kleinklimas und die Stärkung des natürlichen Wasserkreislaufs, erfolgreich zu verfolgen.“