08.11.2018

SPD-Fraktion gegen Öffnung des Westfalenparks

Jörder, Birgit
Birgit JörderBürgermeisterin

Immer mal wieder wird der Politik die Frage gestellt, ob der Westfalenpark nicht wie andere Dortmunder Parks und Grünanlagen grundsätzlich für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden soll. Aktuell nimmt sich die Ruhr Nachrichten Lokalredaktion dieses Themas an.

Dazu stellen wir fest: 

Eine Öffnung des Westfalenparks ohne Eintrittsentgelte ist von uns nicht gewünscht. Insofern wird die SPD-Fraktion eine dafür erforderliche Ratsinitiative weder initiieren noch unterstützen. Und das aus folgenden Gründen:

  1. Der Westfalenpark ist eine der größten innerstädtischen Park- und Gartenanlagen, die gut gepflegt ist und deren Bestand nachhaltig geschützt werden muss. Dafür gilt es Regeln aufzustellen, die von Besucherinnen und Besuchern eingehalten werden müssen.

  2. Mit einem kontrollierten Zugang wird Vandalismus und ungehemmtem Verhalten Einzelner oder von Gruppen vorgebeugt. Es gibt Negativbeispiele in frei zugänglichen Park- und Freizeiteinrichtungen unserer Stadt, wie im Fredenbaumpark oder dem Westpark, wo nachhaltig gefordert wird, solche Tendenzen zu unterbinden und dringend Abhilfe zu schaffen.

  3. Im Westfalenpark können Besucherinnen und Besucher Ruhe und Muße finden und sich entspannen. Sie sollen keinerlei Störungen ausgesetzt sein.

  4. Der Westfalenpark ist nicht nur ein schöner Ort zur Entspannung, sondern hat auch einen Bildungsauftrag, wenn man an die vielen einzigartigen Pflanzen, Bäume, Gewächse aber auch denkmalwürdigen Anlagen denkt, deren Erhalt viel Einsatz und Aufwand erfordert. Besonders auswärtige Gäste und Naturschutzinteressierte schätzen dieses Gut.

  5. Nicht zuletzt ermöglicht das „geschlossene“ Konzept ein gut organisiertes Veranstaltungsmanagement, durch das viele besondere Veranstaltungen durchgeführt werden können und damit jährlich rund 400.000 Besucherinnen und Besucher (in diesem Jahr) erreicht werden können, die durch ihren gezahlten Parkeintritt mit für den Erhalt und die Attraktivität des Westfalenparks verantwortlich sind.