14.05.2014

SPD-Fraktion sieht KiBiz-Reform auf gutem Weg. Über 2 Mio. € mehr für Dortmunder Kitas.

SPD-Ratsfraktion
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Von der zusätzlichen Landesförderung werden zunächst Einrichtungen profitieren, die viele Kinder mit besonderem Unterstützungsbedarf im Bildungsprozess („plusKita“) haben. Das Jugendamt schlägt vor, dass 74 Dortmunder Einrichtungen, in denen ein mindestens 45%iger Anteil an Kindern aus Familien mit Bezug von Leistungen nach dem SGB II ermittelt wurde, mindestens 25.000 € pro Jahr erhalten. Darüber hinaus werden diesen Einrichtungen bei einer Größe von 100 bis zu 150 Plätzen zusätzlich weitere 25.000 € (insgesamt 50.000 €), bei einer Größe von 75 bis 99 Plätzen weitere 12.500 € (insgesamt 37.500 €) bereit gestellt.

Einrichtungen mit einem hohen Sprachförderbedarf sollen nach der Reform des KiBiz ebenfalls besser ausgestattet sein. In Dortmund gibt es 112 Kitas unterschiedlichster Träger, in denen in den letzten beiden Jahren für mehr als 12 Kinder eine Sprachförderung nach Delfin 4 notwendig war. Diese sollen alle einen Sockelbetrag von mindestens 5.000 € erhalten. Die Höhe insgesamt wird sich jedoch auch nach der Anzahl der Kinder mit Sprachförderbedarf richten. Deshalb wird der Sockelbetrag um 2.500 € (bei 13 Kindern) und bis 20.000 € (bei 41 – 50 Kindern) in den entsprechenden Einrichtungen angehoben.

Beispielhaft wird eine Kindertageseinrichtung mit 75 Plätzen, die die Kriterien für einen erhöhten Unterstützungsbedarf (plus-Kita) erfüllt, mit 37.500 € gefördert. Wenn dann noch bis zu 40 Kinder Sprachförderbedarf hatten, erhöht sich die Förderung auf 57.500 € im Jahr. Bislang erhielt eine solche Einrichtung, wenn sie als Einrichtung mit besonderem Unterstützungsbedarf anerkannt war, lediglich eine zusätzliche Förderung von 29.000 €.

Eine zweigruppige Kita, die einen höheren Sprachförderbedarf für 13 Kinder nachweisen kann, ohne die Kriterien für „plusKita“ zu erfüllen, bekäme zukünftig 7.500 € (bisher rund 4.550 €).

Für Friedhelm Sohn (SPD), dem Vorsitzenden des Ausschusses für Kinder, Jugend und Familie, ist mit der neuen Landesförderung eine eindeutig bessere Finanzausstattung verbunden. Er lobt bei der Umsetzung das Dortmunder Jugendamt: „Das Jugendamt hat gemeinsam mit allen Kita-Trägern ganz schnell eine gute Lösung für eine gerechte Verteilung der zusätzlichen Mittel gefunden, ohne dass bislang genaue Summen bekannt waren“ erklärt Friedhelm Sohn. Wenn der Fachausschuss nächste Woche entsprechend beschließt, können die Einrichtungen bereits ab dem kommenden Kindergartenjahr von den Neuregelungen profitieren.