07.03.2017

SPD-Fraktion will Schulstreit beenden. Lösungen für betroffene Eltern müssen her.

Spieß, Roland
Roland Spieß

Einvernehmlich ist Mitte letzten Jahres im Schulausschuss über eine mögliche Beschulungsvereinbarung mit der Stadt Schwerte beraten worden, die auf Wunsch der Schwerter an die Stadt Dortmund herangetragen worden war. Mit Zustimmung aller Fraktionen wurde die Verwaltung beauftragt, einen entsprechenden Vertragsentwurf mit der Schwerter Verwaltung auf den Weg zu bringen. Ausdrücklich sprach sich der Schulausschuss dafür aus, dass Schülerinnen und Schüler aus Dortmund bei der Anmeldung an den Gymnasien und den Gesamtschulen der Stadt Schwerte in gleicher Weise wie Schwerter Schülerinnen und Schüler berücksichtigt werden sollten.

Aus Sicht der SPD-Fraktion im Schulausschuss liegt der nun drohende Engpass für betroffene Eltern im Dortmunder Süden daran, dass sowohl der Rat der Stadt Schwerte mehrheitlich als auch die dortige Verwaltung anschließend nur noch eine Beschulungsvereinbarung für die Gymnasien verhandeln wollten und die Gespräche mit Dortmund daraufhin ausgesetzt worden sind. Ein Antrag der dortigen SPD-Fraktion, weiter Gespräche mit der Stadt Dortmund zu führen, auch für Kinder, die die Schulform Gesamtschule besuchen wollen, wurde mit Mehrheit im Rat der Stadt Schwerte in seiner Sitzung am 29.06.2016 abgelehnt.

„Wir möchten den betroffenen Eltern aus Holzen gerne helfen, ihren Elternwillen umzusetzen. Das kann aber nicht zu Lasten Dortmunder Gymnasien gehen“, bittet Roland Spieß als Sprecher der SPD-Fraktion um Verständnis. Denn zu befürchten sei, dass der neue Wunsch der beiden Schwerter Gymnasien, ihre insgesamt 6 Züge um einen weiteren Zug zu erhöhen, nur umgesetzt werden kann, wenn im Gegenzug eines der Dortmunder Gymnasien um einen Zug reduziert würde. Dazu sei man in der SPD-Fraktion keinesfalls bereit.

Jährlich pendeln rund 600 Kinder aus den benachbarten Gemeinden in Dortmunder Schulen hinein. Knapp 3000 Dortmunder Schülerinnen und Schüler besuchen Schulen außerhalb von Dortmund, was nie zu nennenswerten Problemen geführt hat. Dass nun mit Schwerte diese öffentlich ausgetragene Zuspitzung erfolgt, möchte man in der SPD-Fraktion nun ein für alle Mal geklärt wissen und den Streit beenden.

Auch wenn die bisherigen Gespräche nicht zu einem akzeptablen Ergebnis geführt haben, erwartet die SPD-Fraktion dennoch, dass die Verhandlungen mit der Stadt Schwerte wieder aufgenommen werden und unter Beteiligung der Bezirksregierung -  wenn erforderlich auch des Ministeriums – eine dauerhafte Lösung gefunden wird, die sich nicht nur an einer Momentaufnahme, sondern einer vernünftigen Schulentwicklungsplanung orientiert.

Ein Scheitern der Verhandlungen sei weder den derzeit betroffenen Familien, noch zukünftig an Schwerter Schulen interessierten Eltern zu vermitteln.