07.04.2014

Verbesserung für Tageseltern

SPD-Ratsfraktion
SPD-Ratsfraktion

Mit einem Antrag für den nächsten Kinder- und Jugendausschuss am kommenden Mittwoch möchte die SPD-Fraktion die Stellung der Kindertagespflege in Dortmund verbessern. Die kinder- und jugendpolitische Sprecherin Ute Pieper betont, dass sowohl eine Erhöhung der Stundenvergütungen geplant ist, als auch geprüft werden soll, wie Tageseltern im Alltag und bei bürokratischen Vorgaben entlastet werden können. Ute Pieper ist sicher, dafür im Ausschuss und Rat eine Mehrheit zu finden.

 

Der Antragstext lautet:

Der Ausschuss für Kinder, Jugend und Familie spricht sich für eine Verbesserung der finanziellen Rahmenbedingungen für Tageseltern in Dortmund aus, die einen wichtigen Bei-trag zur Erfüllung des Rechtsanspruch für die Stadt leisten, darüber hinaus aber auch be-sonders flexible Lösungen für berufstätige Eltern anbieten können.

1. Der AKJF fordert den Rat auf zu beschließen, die Stundenvergütungen für Tagespflegeeltern um 0,50 € zu erhöhen. Die Verwaltung soll einen entsprechenden Finanzierungsvorschlag unterbreiten.

2. Darüber hinaus wird die Verwaltung gebeten, weitere Erleichterungen für Tagespflegeeltern zu prüfen, zu bewerten und die finanziellen Auswirkungen darzustellen. Dazu sollen folgenden Fragen beantwortet werden:

- Können mit den Eltern freiwillige Zusatzbeiträge oder Sachleistungen vereinbart werden, um damit die Betreuungsqualität zu steigern?

- Warum dürfen Tageseltern keinen Verpflegungszuschlag verlangen, wenn doch auch in Kindertageseinrichtungen das Mittagessen extra bezahlt werden muss?

- Wie sind die Urlaubs- und Krankheitszeiten der Tageseltern geregelt? Erhalten sie Ersatz für dafür in Anspruch genommene Zeiten?

- Gibt es bei Beendigung eines Betreuungsverhältnisses bis zur Neuaufnahme eines Kindes Regelungen, die die Tageseltern vor finanziellen Einbußen schützen sollen?

- Wird eine Betriebskostenpauschale gezahlt oder gibt es finanzielle Leistungen, die zusätzlich zum Stundenentgelt in Anspruch genommen werden können? Wenn ja, in welcher Höhe und wofür?

- Können Tagespflegepersonen darüber hinaus Mietkostenzuschüsse beanspruchen, besonders wenn sie immer höhere hygienische sowie bau- und sicherheitstechnisch bedingte Anforderungen erfüllen müssen?

3. Tagepflegeeltern gehen unterschiedlichste vertragliche Verpflichtungen ein, von denen einige im „Tagesgeschäft“ als zu starr oder lebensfremd empfunden werden. Sie erwarten, dass ihre Rahmenbedingungen möglichst aktualisiert und der Lebenswirklichkeit angepasst werden.

Der AKJF bittet aus diesem Grund die Verwaltung um Aufklärung darüber, welche Regelungen in den Betreuungsverträgen, die mit den Trägern abgeschlossen werden müssen,

a) einer gesetzlichen Grundlage entsprechen oder
b) auf Bedingungen beruhen, die nicht vorgeschrieben, aber zwischen Trägern und Jugendamt verabredet worden sind.

4. Um sich einen Überblick über die nicht landeseinheitlich geltenden Rahmenbedingungen in der Kindertagespflege machen zu können, wird die Verwaltung um einen Städtevergleich gebeten.