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19.03.2024

Auf dem Weg zur klimafreundlichen Wärmeversorgung

 Rudolf, Veronika
Veronika Rudolf

Unter dem Titel „Dortmund und die Kommunale Wärmeplanung“ lud der SGK-Kreisverband Dortmund am vergangenen Freitag (15. März 2024) zu einer Informationsveranstaltung mit einem hochkarätigen Expertenkreis. Mehr als 70 interessierte Bürgerinnen und Bürger waren der Einladung in das Biercafé West gefolgt und konnten sich umfassend zum Umsetzungsstand der kommunalen Wärmeplanung in Dortmund informieren. Nach einer kurzen Begrüßung durch die Vorsitzende der Dortmunder SPD-Ratsfraktion – Carla Neumann-Lieven – übernahm Detlef Raphael (Vorsitzender des Klimabeirats Dortmund) die Moderation. Extra aus Berlin angereist war Dr. Rolf Bösinger – seines Zeichens Staatssekretär im Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen – der in seinem Eingangsstatement skizzierte, was es mit dem Thema auf sich hat.

 

Ziel der Wärmeplanung ist es, den vor Ort besten und kosteneffizientesten Weg zu einer klimafreundlichen und fortschrittlichen Wärmeversorgung zu ermitteln. Dazu werden derzeit in ganz Deutschland Wärmepläne erstellt. Diese sollen dazu dienen, den Bürgerinnen und Bürgern sowie den Unternehmen und Energieversorgern Sicherheit darüber zu geben, mit welcher Wärmeversorgung sie lokal rechnen können.

 

Über allem steht das Ziel in Deutschland künftig nur noch Erneuerbare Energien zu nutzen und die Nutzung unvermeidbarer Abwärme aus z. B. Industrieanlagen und Rechenzentren zu verwenden.

 

Damit diese Umstellung gelingt und wir unsere Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zügig überwinden können, sind Kommunen wie Dortmund aufgefordert, eine Strategie zu erstellen, welche Gebiete in welcher Weise mit Wärme (z. B. dezentral oder leitungsgebunden) versorgt werden sollen und in welcher Weise erneuerbare Energien und unvermeidbare Abwärme bei Erzeugung und Verteilung genutzt werden können.

 

Wie der Stand der Planung dazu aktuell in Dortmund ist, dazu lieferte Dr. Theresa Eckermann vom Umweltamt der Stadt Dortmund einen ersten Einblick. Bereits im vergangenen Jahr hat Dortmund einen Energienutzungsplan vorgestellt. Dieser dient nun als zentrale Grundlage und Richtungsweiser für die weiteren Arbeiten an der Wärmeplanung. Detaillierte Angaben sollen der Öffentlichkeit ab der zweiten Jahreshälfte Schritt für Schritt zur Verfügung gestellt werden.

 

In einer sehr angeregten Diskussion mit den Anwesenden konnten auch die weiteren Podiumsmitglieder viele Fragen beantworten. Klaus Graniki (Geschäftsführer DOGEWO21) übernahm dabei die Fragen, die sich aus der Wärmeplanung für die Wohnungswirtschaft und Mieter*innen ergeben. Antworten auf die praktischen Fragen der Wärmewende lieferte Andreas Quentmeier (Schornsteinfegermeister - Gebäudeenergieberater (HWK).

 

 

Veronika Rudolf – umweltpolitische Sprecherin der SPD-Ratsfraktion – wies auf die zahlreichen Möglichkeiten zur Beratung für die Bürger*innen hin. „Klar ist, dass die Energiewende nur dann gelingen kann, wenn die Menschen bei dieser Aufgabe mitgenommen werden. Dazu gehört, dass umfangreich informiert wird – beispielsweise mit Veranstaltungen wie dieser – aber auch mit aufsuchenden Beratungsangeboten vor Ort. Diesen Weg werden wir weiter gehen und darauf achten, dass die sozialen Aspekte der Energiewende nicht außer Acht gelassen werden.“