Die SPD-Ratsfraktion Dortmund mahnt Verbraucherfreundlichkeit an.

Anlässlich einer Anfrage der Dortmunder SPD-Fraktion hat die Verwaltung nun aus-führlich Stellung zum Thema Nachtspeicheröfen in Dortmund genommen. Noch im-mer gibt es in Dortmunder Stadtgebiet mehr als 17.000 Wohnungen, die mit Nacht-speicheröfen heizen. Bundesweit sind es zum Vergleich noch ca. 1,2 Millionen Woh-nungen. Der ursprünglich sehr günstige Nachtstromtarif hat sich in den letzten Jahren um fast 400% verteuert. Heute unterscheiden sich Tag- und Nachtstromtarife nur noch geringfügig. Aus der Beantwortung der Anfrage wird deutlich, dass lokale Stroman-bieter oft nur über eine Kundenberatung helfen können, da der Großteil des Endpreises nicht in ihren Händen liegt. Die Preise müssten auf Bundesebene, zum Beispiel durch eine Senkung der Stromsteuer für betroffene Verbraucher, entschärft werden.
Auch eine verbraucherfreundliche Veränderung des Erneuerbare Energien Gesetztes (EEG) könnte die Energiekosten insgesamt, aber auch für Kunden mit Nachtspeicher-öfen deutlich senken. Während die normalen Kunden Strompreissteigerungen hinneh-men müssen, kommen die massiven Subventionen in Erneuerbare Energien vor allem besserverdienenden Endverbrauchern zugute.
„Die Lasten der Energiewende müssen gerechter verteilt werden und nicht allein auf den Schultern der normalen Verbraucher lasten“, fordert Ratsmitglied Bernhard Klösel für die SPD-Fraktion, „Dass der stark subventioniert erzeugte Strom dann an der Strombörse Leipzig zu Niedrigstpreisen an unsere europäischen Nachbarn verkauft wird, kann ebenfalls nicht im Sinne der Verbraucher sein.“