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03.11.2026

Rund 430 Beschäftigte verlieren durch die Schließung des Werks in Dortmund ihren Arbeitsplatz. Wir fordern Schaeffler zur Übernahme von Verantwortung auf!

 Neumann-Lieven, Carla
Carla Neumann-Lieven

Der Automobilzulieferer Schaeffler streicht europaweit rund 3.500 Stellen, davon etwa 2.660 in Deutschland. Vier deutsche Standorte sollen geschlossen werden, darunter das Werk in Dortmund mit rund 430 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.

 

Der Konzern begründet den Abbau mit dem anhaltend schwierigen Marktumfeld in der Automobilindustrie, den im Vergleich zum Ausland überdurchschnittlich hohen Personalkosten in Deutschland sowie einer komplexen Organisationsstruktur mit zu vielen Führungsebenen. Die Schließung des Dortmunder Standorts ist Teil eines größeren Abbauprogramms, durch das ab 2030 rund 300 Millionen Euro jährlich eingespart werden sollen.

 

Aus Sicht der SPD Dortmund und der SPD-Ratsfraktion ist die Schließung des Werks ein schwerer Einschnitt für die betroffenen Familien und für den Industriestandort Dortmund. Hinter jeder der rund 430 Stellen stehen Menschen, die Verantwortung für ihre Familien tragen und die sich auf ihren Arbeitsplatz verlassen haben.

Die Zukunft industrieller Arbeitsplätze sicherzustellen, darf nicht allein den Beschäftigten und ihren Interessenvertretungen überlassen werden.

 

Jens Peick, Vorsitzender der SPD Dortmund:

„Die Nachricht trifft die Beschäftigten und ihre Familien hart. Die IG Metall und der Konzernbetriebsrat haben völlig zurecht darauf hingewiesen, dass ständig neue Restrukturierungspläne und Standortschließungen kein Zukunftskonzept für Deutschland sein können. Wer in Dortmund Industriearbeit leistet, muss sich darauf verlassen können, dass Unternehmen Verantwortung für ihre Belegschaften übernehmen.“

 

Carla Neumann-Lieven, Vorsitzende der SPD-Ratsfraktion Dortmund:

„Ein Konzern, der Milliardenumsätze erwirtschaftet und gleichzeitig Standorte schließt, muss sich fragen lassen, welche Verantwortung er für Dortmund trägt. Die betroffenen Beschäftigten dürfen nicht alleingelassen werden.“

 

Die SPD Dortmund und die SPD-Ratsfraktion schließen sich der Forderung der IG Metall und des Konzernbetriebsrats an: Statt bestehende Strukturen immer weiter zu verkleinern, ist der Konzern in der Pflicht, ein belastbares Zukunftskonzept für die deutschen Schaeffler-Standorte zu entwickeln, das konkrete Investitionen beinhaltet und aufzeigt, wie neue Produkte, Technologien und Wertschöpfung diese Standorte erhalten und Arbeitsplätze sichern können.